Mikroelektronik-Anwendung (mic-app). Dipl.-Ing. Manfred Kühn GmbH. Wir bieten individuelle / kundenspezifische Lösungen, Messdatenerfassung, Bioreaktor, Hardware und Software.
Das Ingenieurbüro der Dipl.-Ing. Manfred Kühn GmbH bietet Standardlösungen für Messdatenerfassung und Mengendatenerfassung, sowie individuelle Lösungen / Entwicklungen für die Bereiche Messtechnik, Steuerungstechnik, Regelungstechnik und Automatisierung.
Die Firma hat ihren Sitz in Schenefeld bei Hamburg, sowie ein Büro für Softwareentwicklung in Bremen.

Mikroelektronik-Anwendung
Dipl.-Ing. Manfred Kühn GmbH

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EMDAQ

EMDAQ 3.4
Programm zur Messdatenerfassung

 

Inhaltsverzeichnis

1. Allgemeines
1.1 Systemvoraussetzungen
1.2 Installation
1.3 Datenspeicherung
1.4 Einmalige Einstellungen

2. Messvorgang
2.1 Eine neue Messung durchführen
2.2 Eine alte Messung fortsetzen

3. Einstellungen
3.1 Aufnahmeeinstellungen
3.1.1 Standardeinstellung
3.1.2 Freigabekanal
3.1.3 Kanalauswahl
3.1.4 Umrechnung
3.1.5 Grafikeinstellungen
3.1.6 Messtakt
3.1.7 Messung beenden
3.1.8 Automatische Speicherung
3.2 Modulregistrierung
3.3 Serielle Schnittstelle
3.4 Schaltfunktionen

4. Darstellung der Messwerte
4.1 Darstellung während der Messung
4.2 Darstellung vorhandener Messdaten
4.2.1 Grafische Darstellung
4.2.2 Messdatentabelle und Digitalwerttabelle

5. E/A-Modul als 2-Punkt-Regler oder Überwachungsgerät

 

 

1. Allgemeines

Mit EMDAQ lassen sich Messdaten aufnehmen, konvertieren und tabellarisch oder grafisch darstellen.
Die Aufnahme der Messdaten erfolgt im gewählten Zeittakt. Die Messwerte werden mit Datum und Uhrzeit in einer Datei als Zahlenwerte zwischen 0 und 4095 gespeichert. In einer weiteren Datei werden die errechneten physikalischen Werte abgelegt. So kann auch nachträglich eine Neuberechnung der Messwerte durchgeführt werden.
Die erfaßten Daten können tabellarisch oder grafisch dargestellt, oder zur Weiterverarbeitung in andere Dateiformate exportiert werden.

Die Bedienung ist einfach und menügeführt.

1.1 Systemvoraussetzungen

- PC mit Taktfrequenz ab 166 MHz
- min. 32 MB RAM
- 10 MB freier Festplattenspeicherplatz
- VGA-Bildschirm mit min.1024 x 768 Auflösung
- Windows 95/98/ME, Windows NT/2000/XP

1.2 Installation

1. Führen Sie die Datei EMDAQ_SETUP.EXE auf der Installations-CD aus.
2. Folgen Sie den Installationsanweisungen.

1.3 Datenspeicherung

Alle Messwertdaten werden in Visual FoxPro-Tabellen (dbf) gespeichert.
Für einen Messvorgang werden jeweils 3 Dateien mit gleichem Namen, aber unterschiedlicher Namenserweiterung angelegt. Diese haben folgende Bedeutung:

*.DIW Visual FoxPro-Tabelle mit den Messwerten als Digitalwert zwischen 0 und 4095, wie sie vom E/A-Modul geliefert werden.
*.PRM Visual FoxPro-Tabelle mit Parametern für Umrechnung und grafische Darstellung.
*.MEW Visual FoxPro-Tabelle mit den in physikalische Werte umgerechneten Messwerten.

Die Dateien mit den physikalischen Messwerten (MEW) können zur Weiterverarbeitung mit anderen Programmen in verschiedene Dateiformate exportiert werden.

1.4 Einmalige Einstellungen

Nach dem ersten Start des Programms müssen zunächst einmal die angeschlossenen Module registriert und die entsprechende Schnittstelle (COM-Port) ausgewählt werden.
Unter dem Menüpunkt Extras / Modulregistrierung (
3.2) können die jeweiligen Module eingetragen werden.
Die Auswahl der Schnittstelle erfolgt unter Extras / Serielle Schnittstelle
(3.3).

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2. Messvorgang

Hinweis
Bevor Sie mit Ihrer ersten Messung beginnen, sollten Sie kontrollieren, ob die richtige Schnittstelle ausgewählt ist. Sie können diese Einstellung unter dem Menüpunkt Extras / Serielle Schnittstelle ansehen und gegebenenfalls korrigieren.

2.1 Eine neue Messung durchführen

1. Wählen Sie unter dem Menüpunkt Datei den Punkt Neu.
2. Falls Sie keine Standardeinstellungen definiert haben, erscheint das Fenster Einstellungen, in dem Sie alle Einstellungen die für eine Messung benötigt werden festlegen können. Genaueres zu diesem Thema erfahren Sie im Abschnitt
3.1 Aufnahmeeinstellungen. Bestätigen Sie Ihre Eingaben durch Betätigung der OK-Schaltfläche.
3. Wählen Sie das Verzeichnis und einen Dateinamen unter dem die Dateien für die Messung gespeichert werden sollen.
4. Im daraufhin erscheinenden Fenster brauchen Sie nur noch die Start-Schaltfläche zu betätigen und die Messung wird gestartet.
5. Die Messung wird durch Betätigung der Stop-Schaltfläche beendet, falls die Messung nicht auf eine bestimmte Anzahl Messtakte festgelegt ist.

Abb.1 Kontrollfenster der Aufnahme

2.2 Eine alte Messung fortsetzen

1. Wählen Sie unter dem Menüpunkt Datei den Punkt Fortsetzen.
2. Geben Sie das Verzeichnis und den Dateinamen der bereits vorhandenen Messung an.
3. Starten Sie die Messung mit der Start-Schaltfläche.
4. Beendet wird die Messung durch Betätigung der Stop-Schaltfläche oder nach der festgelegten Anzahl Messtakte.

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3. Einstellungen
Unter dem Menüpunkt Extras befinden sich die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten die im folgenden erklärt werden.

3.1 Aufnahmeeinstellungen
Hier haben Sie die Möglichkeit die Einstellungen vorzunehmen, die für eine Messung benötigt werden:

Abb.2 Aufnahmeeinstellungen

3.1.1 Standardeinstellung
Markieren Sie bitte dieses Feld, wenn Sie die Aufnahmeeinstellungen auch für zukünftige Messungen verwenden möchten. Bei einer neuen Messung werden Sie dann nicht mehr zur Eingabe der Aufnahmeeinstellungen aufgefordert, sondern können gleich die Messung starten.

3.1.2 Freigabekanal
Sie können einen Kanal auswählen, der als Freigabekanal verwendet werden soll. Der Freigabekanal steuert, wann Messwerte aufgezeichnet werden und wann nicht, d.h. wenn der gemessene Wert an diesem Kanal den angegebenen Signalwert überschreitet, werden alle Messwerte aufgezeichnet. Liegt der gemessene Wert unterhalb des Signalwertes, wird die Aufzeichnung ausgesetzt. Beachten Sie das der Signalwert als Digitalwert, d.h. mit einem Wert zwischen 0 und 4095, angegeben werden muss.

3.1.3 Kanalauswahl
Markieren Sie hier einfach die Kanäle, von denen Sie Messwerte aufnehmen möchten.

Abb.3 Kanalauswahl

3.1.4 Umrechnung
In den E/A-Modulen werden die analogen Messwerte in 12-Bit-Digitalwerte umgewandelt. Das bedeutet, dass ein Messbereich in 4095 Schritte aufgelöst wird und somit ein Messwert als Wert zwischen 0 und 4095 an den Rechner übermittelt wird.
Mit der Umrechnung haben Sie die Möglichkeit, die aufgenommenen Digitalwerte in physikalische Werte umzurechnen. Durch Eingabe der Minimal- und Maximalwerte des Messbereichs können für jeden Messkanal die Umrechnungsparameter für eine lineare Umrechnung festgelegt werden. Mit Hilfe der Schaltfläche Allgemein können Sie allen Kanälen die gleichen Umrechnungswerte zuordnen.
Zum Abgleich der Messwerte oder für eine nachträgliche Umrechnung der Messwerte wählen Sie bitte den Menüpunkt Bearbeiten / Umrechnen.

Abb.4 Umrechnungsparameter

3.1.5 Grafikeinstellungen
Alle Einstellungen, die hier vorgenommen werden können, betreffen die grafische Darstellung der Messwerte:

Abb.5 Grafikeinstellungen

Bezeichnungen
Sie haben die Möglichkeit eine Überschrift für die Grafik und Bezeichnungen für die beiden Achsen einzugeben.

Achsen
Die Skalierung der y-Achse kann durch Angabe eines Minimum- und eines Maximumwertes, sowie der Anzahl der Unterteilungen festgelegt werden. Zur Bezeichnung der Unterteilungen der x-Achse kann die relative Zeit oder das Datum mit Uhrzeit verwendet werden. Die relative Zeit wird in der jeweiligen Einheit des Messtaktes angegeben.

Darstellung
Die Messwerte können als Linien- oder Flächengrafik dargestellt werden. Sie können die Linienbreite (dick/dünn) bestimmen und die Achsenbezeichnungen und das Raster ein-/ausblenden.

3.1.6 Messtakt
Geben Sie hier bitte den Messtakt für die Aufnahme ein.

3.1.7 Messung beenden
Sie können bestimmen, ob die Messung manuell durch Betätigung der Stop-Schaltfläche oder automatisch nach einer von Ihnen festgelegten Anzahl Messtakte beendet werden soll.

3.1.8 Automatische Speicherung
Wenn Sie ständig oder über einen großen Zeitraum Messdaten aufnehmen wollen ist es manchmal vorteilhaft, die Messdaten auf mehrere Dateien zu verteilen, z.B. pro Woche eine Datei.
Um diese Funktionalität zu nutzen, gehen Sie bitte wie folgt vor:
- Markieren Sie die Option Automatisch neue Datei anlegen
- Wählen Sie ein Verzeichnis aus, in dem die Dateien abgelegt werden sollen
- Wählen Sie den Zeitraum, für den die Dateien angelegt werden sollen

3.2 Modulregistrierung
Falls Sie andere oder weitere Module an Ihren PC anschließen möchten, müssen Sie diese im Programm anmelden. Unter dem Menüpunkt Einstellungen / Modulregistrierung haben Sie die Möglichkeit Module ab- und anzumelden. Betätigen Sie die Schaltfläche Anhängen, um weitere Module an die Liste anzufügen. Wenn Sie ein Modul an einen beliebigen Platz in der Liste einfügen möchten, klicken Sie einfach die Zeile an, in der das Modul eingefügt werden soll und betätigen die Einfügen-Schaltfläche. Beim Anhängen und beim Einfügen müssen Sie die Modulnummer und den Modultyp angeben. Die Reihenfolge der einzelnen Kanäle hängt von der Reihenfolge der eingetragenen Module ab.
Sie können Module aus der Liste entfernen, indem Sie die Entfernen-Schaltfläche betätigen.

Abb.6 Modulregistrierung
Abb.7 Modul anhängen/einfügen

3.3 Serielle Schnittstelle
Unter Extras / Serielle Schnittstelle können Sie die Schnittstelle einstellen, an der Ihre Module angeschlossen sind. Kontrollieren Sie bitte diese Einstellung bevor Sie mit Ihrer ersten Messung beginnen.

Abb. 8 Schnittstelle auswählen

3.4 Schaltfunktionen
Lesen Sie hierzu bitte den Abschnitt
5. E/A-Modul als 2-Punkt-Regler oder Überwachungsgerät.

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4. Darstellung der Messwerte

4.1 Darstellung während der Messung
Die Messwerte können während der Messung auf verschiedene Arten dargestellt werden. Durch Betätigung der jeweiligen Schaltflächen werden die Messwerte entsprechend dargestellt:

Abb.9 Kontrollfenster der Aufnahme

Aktuell
Es werden die aktuellen Messwerte als Zahlenwerte auf dem Bildschirm angezeigt.

Abb.10 Darstellung der aktuellen Messwerte

Tabelle
Alle Messwerte der laufenden Messung werden als Tabelle angezeigt. Zur Aktualisierung der Werte drücken Sie bitte die Schaltfläche Aktualisieren unterhalb der Tabelle.

Abb. 11 Tabellarische Darstellung der Messwerte

Trend
Es wird eine Liniengrafik für die laufende Messung erzeugt, die sich automatisch aktualisiert.

Abb. 12 Trend Darstellung

Zustand
Die aktuellen Messwerte werden als Balkengrafik angezeigt.

Abb. 13 Balkengrafik der aktuellen Messwerte

Binär
Wenn Sie binäre Eingänge aufnehmen, werden hier die Zustände der einzelnen binären Eingänge angezeigt.

4.2 Darstellung vorhandener Messdaten
Nachdem Sie die vorhandene Messdaten-Datei geladen haben, können Sie die Messdaten auf verschiedene Arten darstellen. Dazu haben Sie unter dem Menüpunkt Ansicht drei Auswahlmöglichkeiten:

4.2.1 Grafische Darstellung
Die Messwerte werden als Liniengrafik/Flächengrafik dargestellt. Die Grafikeigenschaften, sowie die Auswahl der anzuzeigenden Kanäle sind leicht durch die im Fenster angeordneten Schaltflächen anzupassen.

Abb. 14 Grafische Darstellung von Messdaten

Skalierung der Achsen
Nach Durchführung der automatischen Skalierung (Achsen skalieren) wird der Darstellungsbereich durch die Messkurven möglichst weit ausgefüllt. Dieses kann bei der Einteilung der y-Achse zu "krummen Werten" führen.
Sie können dann die Einteilung der y-Achse durch Änderung des Minimum-, Maximum- und Teilungswertes nach Ihren Wünschen anpassen.
Die x-Achse kann entweder mit der relativen Zeit, das ist die seit dem Startzeitpunkt verstrichene Zeit, oder mit der Uhrzeit beschriftet werden. Durch Änderung der Anzahl der Messpunkte/Teilung bestimmen Sie die Einteilung der x-Achse.

Zeitbereich wählen
In den Feldern Von und Bis ist der Zeitbereich angegeben, der in der aktuellen Grafik dargestellt wird. Sie können den Zeitbereich ändern, indem Sie entweder die Bereich-Schaltfläche betätigen und einen neuen Zeitbereich definieren oder einen vordefinierten Zeitbereich (Minuten, Stunde, usw.) im Auswahlfeld anwählen. Die Pfeil-Schaltflächen dienen zum Vor- bzw. Zurückblättern des Zeitbereichs um jeweils eine Bereichslänge.

Bild exportieren
Sie haben die Möglichkeit die Grafik als Bild in verschiedenen Formaten (wmf, jpg, bmp) zu speichern. Um das Bild in Office-Anwendungen, wie z.B. MS Word, zu importieren bietet sich das Windows-Metafile-Format (wmf) an.

Grafik skalieren
Wenn Sie die Fenstergröße verändern, wird die Grafik nicht mit skaliert. Durch Betätigung der Schaltfläche Grafik skalieren wird die Grafik entsprechend der Fenstergröße skaliert.

4.2.2 Messdatentabelle und Digitalwertetabelle
Hier können Sie entweder die Messwerte oder die Digitalwerte in einer Tabelle darstellen.

Abb. 15 Tabellarische Darstellung der Mess-/Digitalwerte

Alle Darstellungsarten bieten Ihnen die Möglichkeit einen Ausdruck zu erstellen. Bei der grafischen Darstellung haben Sie außerdem die Möglichkeit einen Text einzugeben, der unterhalb der Grafik erscheint.

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5. E/A-Modul als 2-Punkt-Regler oder Überwachungsgerät

Von einem E/A-Modul mit analogen Eingängen und binären Ausgängen können eigenständig (stand alone) Messwertabhängige Schaltfunktionen ausgeführt werden.
Die Schaltfunktionen können zum Aufbau von 2-Punkt-Reglern oder zur Realisierung von Alarmfunktionen genutzt werden.
Dafür sind in einem E/A-Modul 16 Schaltfunktionen enthalten, die nach folgender Logik arbeiten:
Wenn der Wert eines analogen Eingangs einen vorgegebenen Vergleichswert über- beziehungsweise unterschreitet, wird der gewählte binäre Ausgang entsprechend der Vorgabe gesetzt oder zurückgesetzt.
Die Konfigurationsmöglichkeit für die Schaltfunktionen finden Sie unter Extras / Schaltfunktionen.

Abb. 16 Konfiguration der Modul-Schaltfunktionen

Die Abbildung zeigt, wie auf einfache Art die erforderlichen Parameter mit einem PC eingestellt werden können.

Aktiv Ja / Nein
Die Schaltfunktion wird nur ausgeführt, wenn dieser Parameter auf "Ja" eingestellt ist.

Eingang
Hier wird die Kanalnummer des analogen Eingangs bestimmt.

kleiner / größer
Legen Sie hier fest, ob die Schaltfunktion ausgeführt werden soll, wenn der Eingangswert kleiner oder größer als der Vergleichswert ist.

Vergleichswert
Geben Sie hier die gewünschte Schaltschwelle als Digitalwert zwischen 0 und 4095 ein.

setze / rücksetze
Bestimmen Sie, ob der gewählte binäre Ausgang durch die vorher bestimmte Bedingung ein- oder ausgeschaltet werden soll.

Ausgang
Legen Sie hier die Kanalnummer des binären Ausgangs fest.

In Abbildung 16 sind z.B. die beiden ersten Funktionen aktiv und ergeben zusammen einen 2-Punkt-Regler. Mit den angegebenen Parametern würde dieser den binären Ausgangskanal Nr. 1 setzen, sobald der Eingangswert von 1850 am analogen Eingang unterschritten wird. Bei Überschreitung des Wertes 2000 würde der Ausgang wieder ausgeschaltet werden.

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