Mikroelektronik-Anwendung (mic-app). Dipl.-Ing. Manfred Kühn GmbH. Wir bieten individuelle / kundenspezifische Lösungen, Messdatenerfassung, Bioreaktor, Hardware und Software.
Das Ingenieurbüro der Dipl.-Ing. Manfred Kühn GmbH bietet Standardlösungen für Messdatenerfassung und Mengendatenerfassung, sowie individuelle Lösungen / Entwicklungen für die Bereiche Messtechnik, Steuerungstechnik, Regelungstechnik und Automatisierung.
Die Firma hat ihren Sitz in Schenefeld bei Hamburg, sowie ein Büro für Softwareentwicklung in Bremen.

Mikroelektronik-Anwendung
Dipl.-Ing. Manfred Kühn GmbH

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E/A-Module

VIS - Module

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Serielle Schnittstelle
2.1 Modulares, vernetzbares Meßsystem für den Laborbereich mit modifizierter RS232-Schnittstelle
2.2 Modulares, vernetzbares Prozeß-E/A-System mit RS485-Systembus (Feldbus)
2.3 RS232-Schnittstelle (modifiziert)
2.4 RS485-Schnittstelle (Feldbus)
2.5 Steckerbelegung
2.6 Konverter RS232/RS485

3. E/A - Module
3.1 Allgemeines
3.2 Anschluß von Sensoren und Aktoren
3.2.1 Binäre Ein- und Ausgänge
3.2.2 Sensoranschluß an Analogeingänge 'single ended', massebezogen
3.2.3 Sensoranschluß an Analogeingänge mit Differenzeingang
3.3 Datenaustausch über die serielle Schnittstelle
3.3.1 Aufbau der Telegramme (Rechner ---> E/A-Modul)
3.3.2
Aufbau der Antwort-Telegramme (E/A-Modul ---> Rechner)
3.3.3 Prüfsumme
3.3.4 Übersicht der Telegramme
3.4 Ansprechüberwachung
3.5 Schaltfunktionen
3.6 Einbaurichtlinien
3.7 Technische Daten

 

 

1. Einführung

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2. Serielle Schnittstelle

2.1 Modulares, vernetzbares Meßsystem für den Laborbereich mit modifizierter RS232-Schnittstelle

3-Draht-Busleitung mit Signalleitungen für TxD, RxD und Signal-GND.
Die E/A-Module haben modifizierte RS232-Schnittstellen. Damit ist ein Betrieb von maximal 8 Modulen parallel am RS232-Port eines PC möglich.
Es besteht keine Potentialtrennung zwischen E/A-Modulen und Systembus oder PC. Soll eine Potentialtrennung erfolgen, so wählen Sie bitte das System mit dem RS485-Systembus.

 

2.2 Modulares, vernetzbares Prozeß-E/A-System mit RS485-Systembus (Feldbus)

Abgeschirmte 2-Draht-Busleitung für eine maximale Distanz von 1000 Metern.
Die E/A-Module sind gegenüber dem Systembus galvanisch getrennt.

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2.3 Anschlußschema für die modifizierte RS232-Schnittstelle
Die E/A-Module haben modifizierte RS232-Schnittstellen. Damit ist ein Betrieb von maximal 8 Modulen parallel am RS232-Port eines PCs möglich.
Die Schnittstellen werden direkt am COM-Port (z.B. COM1) eines Rechners angeschlossen.

 

2.4 Anschlußschema für die RS485-Schnittstelle (Feldbus)
Maximal können 31 E/A-Module mit einer abgeschirmten, verdrillten Zweidrahtleitung am
Konverter betrieben werden.
Am letzten Modul muß die Leitung mit einem Widerstand von 120 Ohm abgeschlossen werden.

 

2.5 Steckerbelegung
Rechnerseitig sind die Signale RTS und CTS zu verbinden. Bei IBM-kompatiblen PCs sind die Signale auf 25-polige oder 9-polige Steckverbinder geführt.
Die Pin-Nummern für die Signale sind bei den unterschiedlichen Steckverbindern verschieden.

Steckerbelegung am PC: 25-polig 9-polig
 
SGND
TxD
RxD
CTS
RTS
DTR
7
2
3
4
5
20
SGND
TxD
RxD
CTS
RTS
DTR
5
3
2
8
7
4

 

2.6 Konverter RS232/RS485
Er wandelt die RS232-Schnittstellensignale des PCs in RS485-Feldbussignale.
Die Datenrichtung muß im PC softwaremäßig über das RS232-Signal DTR geschaltet werden.
Computer und Konverter sollen an einer gemeinsamen Spannungsversorgung angeschlossen sein.

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3. E/A-Module

3.1 Allgemeines

 

3.2 Anschluß von Sensoren und Aktoren

Digitale Eingänge
Sie dienen der Aufnahme binärer Signale.
Dieses können Kontaktsignale oder elektronische Signale sein.

Eingangsspannung max. 30 VDC
Eingangsschwellwert ca. +14 V
Eingangswiderstand ca. 2,1 kOhm

Digitale Ausgänge
Über diese erfolgt das Ein- und Ausschalten der angeschlossenen Geräte, z.B. Relais, Magnetventile, Meldeleuchten usw.

Bei Aktivierung eines Ausgangs wird die an den COM+ Klemmen anliegende Gleichspannung auf den angeschlossenen Verbraucher durchgeschaltet. Die Ausgänge sind plus-schaltend, kurzschlußfest und von der internen Elektronik galvanisch getrennt.

Schaltspannung max. 30 VDC
Ausgangsstrom max. 150 mA

 

3.2.1 Sensoranschluß an Analogeingänge 'single ended', massebezogen

Anschluß von 2-Draht-Sensoren:
Widerstand, Potentiometer, Pt100, Pt1000, KTY81

Standardmeßbereiche:

Pt100, Pt1000: 0...+400 °C, -26...+103 °C
KTY81: -26...+103 °C, -34...+51°C
Widerstand: 0...1000 Ohm
2-Draht-Meßwertumformer mit Versorgung durch Meßstrom 4 - 20 mA, z.B. Druckaufnehmer oder Sensoren für Füllstandsmessung.
3-Draht-Meßwertumformer mit massebezogenem Meßwertausgang.

 

3.2.2 Sensoranschluß an Analogeingänge mit Differenzeingang

Anschluß von Meßwertumformern oder Sensoren mit potentialfreiem Strom- oder Spannungsausgang, z.B. Thermoelemente
Anschluß potentialgebundener Sensoren mit schwebendem Ausgangspotential, z.B. Widerstandsmeßbrücken von Wägezellen usw.

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3.3 Datenaustauch über die serielle Schnittstelle
Die Übergabe von Daten zwischen einem PC und den E/A-Modulen erfolgt über die serielle Schnittstelle durch Austausch kurzer Telegramme, bestehend aus ASCII-Zeichenfolgen.
Der Rechner übernimmt die Kontrolle über den Datenverkehr, indem er ein Telegramm an ein E/A-Modul absetzt und danach die Antwort empfängt.

 

3.3.1 Aufbau der Telegramme (Rechner ---> E/A-Modul)

S0301xxx...CCP

1. Startzeichen: großes "S"
2. Aufgabenkennung: An dieser Nummer erkennt das E/A-Modul was es tun soll, z.B. "03".
3. Modulkennung: Bestehend aus einer zweistelligen Nummer, z.B. "01".
4. Daten: Die der Aufgabenkennung entsprechend erforderlichen Daten.
5. Prüfsumme: Zweistellig, hexadezimal
6. Endezeichen: großes "P"

Beispiel:
Telegramm: "S050100000010ccP"
Hiermit wird demm E/A-Modul Nr. 01 mitgeteilt, daß der digitale Ausgang Nr. 6 eingeschaltet werden soll. Die restlichen digitalen Ausgänge werden ausgeschaltet.

 

3.3.2 Aufbau der Antwort-Telegramme (E/A-Modul ---> Rechner)

s01xxx...CCp

1. Startzeichen: kleines "S"
2. Modulkennung: Bestehend aus einer zweistelligen Nummer, z.B. "01".
3. Daten: Die Antwort-Daten
4. Prüfsumme: Zweistellig, hexadezimal
5. Endezeichen: kleines "P"

Beispiel:
Anwort-Telegramm: "s0100000010CCp"
Das antwortende Modul Nr. 01 teilt dem Rechner hier mit, daß der digitale Ausgang Nr. 6 eingeschaltet ist. Alle anderen digitalen Ausgänge sing ausgeschaltet.

 

3.3.3 Prüfsumme
Die Prüfsumme ist das niederwertige Byte der Summe aller Datenbytes zwischen dem Startzeichen ("S" bzw. "s") und den Prüfsummenbytes. Startzeichen und Prüfsummenbytes werden in die Berechnung nicht mit einbezogen. Die Darstellung des hexadezimalen Prüfsummenwertes erfolgt durch zwei ASCII-Zeichen ("00" bis "FF") vor dem Endezeichen ("P" bzw. "p").
Ein E/A-Modul kann mit oder ohne Überwachung der Prüfsumme betrieben werden. Bei deaktivierter Überwachung reagiert das Modul auch, wenn die Prüfsumme falsch ist oder fehlt. Das E/A-Modul gibt in jedem Fall eine Prüfsumme in seiner Antwort zurück.

Die Aktivierung der Prüfsummenüberwachung erfolgt mit dem Telegramm: "S07nn6080ccP" (nn = Modulkennung; cc = Prüfsumme).
Für ein Modul mit der Nummer 01 lautet dieses Telegramm dann: "S0701608096P"

Die Deaktivierung der Prüfsummenüberwachung erfolgt mit dem Telegramm: "S07nr6000ccP" (nn = Modulkennung; cc = Prüfsumme).
Für ein Modul mit der Nummer 01 lautet dieses Telegramm dann: "S070160008EP"

 

3.3.4 Übersicht der Telegramme

Aufgabenkennung

Beschreibung
(nn = Modulkennung; cc =
Prüfsumme; dd = Daten; aa = Offsetadresse)

01 Auslesen aller Eingangswerte eines Moduls (digital und analog)
Telegramm: "S01nnccP"
Antwort: "s
nndd...ddccp"
Die Daten sind im Hexadezimalformat.
02 Auslesen analoger Eingangswerte
Telegramm: "S02nnccP"
Antwort: "s
nn,dddd,...,ddddccp"
Die Daten sind im Dezimalformat, getrennt durch Kommata.
03 Auslesen digitaler Eingangswerte
Telegramm: "S03nnccP"
Antwort: "s
nnddddddddccp" oder "snrddddddddddddddddccp"
(Modul mit 16 binären Eingängen)
04 Schreiben eines Bytes in die digitalen Ausgänge
Die an das Modul übergebenen Daten dd werden in der Antwort zurückgemeldet.
Telegramm: "S04nnddccp"
Antwort: "s
nnddccp"
05 Schreiben von 8 Bits als "0" oder "1" in die digitalen Ausgänge
Die Schaltzustände der digitalen Ausgänge werden als "0" oder "1" in den Antwort-Daten zurückgegeben.
Telegramm: "S05nnddddddddccP"
Antwort: "s
nnddddddddccp"
06 Kombination von Schreiben und Lesen der Ein- und Ausgangswerte
Mit der Übertragung von Ausgangswerten in ein E/A-Modul werden gleichzeitig die Daten der Eingangskanäle angefordert.
Ein Telegramm an ein E/A-Modul kann die Daten für maximal 4 analoge Ausgangskanäle enthalten. Die Antwort des E/A-Moduls enthält die Daten aller binären und analogen Eingangskanäle wie bei der Verwendung der Aufgabenkennung "01".
Alle daten werden als Hexadezimalwerte ausgetauscht.
Telegramm: "
Telegramm: "S06nnaadddd...ddddccP"

 

3.4 Ansprechüberwachung
Die Ansprechüberwachung kontrolliert, ob das E/A-Modul in regelmäßigen Zeitabständen vom zentralen Rechner angesprochen wird. Wird eine voreingestellte Zeit überschritten, werden die binären Ausgänge abgeschaltet.

Die Deaktivierung der Ansprechüberwachung erfolgt mit dem Telegramm:

"S07nn1E0000ccP" (nn = Modulkennung; cc = Prüfsumme)

Beispiel:
Für ein Modul mit der Nummer 01 lautet dieses Telegramm: "S07011E0000FEP"

 

Die Einstellung und Aktivierung der Überwachungszeit erfolgt mit dem Telegramm:

"S07nn1EzzzzccP" (nn = Modulkennung; zzzz = Überwachungszeit in 1/10 Sekunden hexadezimal; cc = Prüfsumme)

Beispiel:
Für ein Modul mit der Nummer 01 und einer Überwachungszeit von 10 Sekunden lautet dieses Telegramm: "S07011E006408P"
Der Teilstring "0064" in diesem Telegramm stellt eine Überwachungszeit von 10 Sekunden ein.
0064 hexadezimal = 0100 dezimal, das ergibt mit dem festeingestellten 0,1-Sekunden-Takt die Überwachungszeit von 10 Sekunden.

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3.5 Schaltfunktionen
Von einem E/A-Modul mit analogen Eingängen und binären Ausgängen können eigenständig (stand alone) meßwertabhängige Schaltfunktionen ausgeführt werden.
Die Schaltfunktionen können zum Aufbau von 2-Punkt-Reglern oder zur Realisierung von Alarmfunktionen genutzt werden.
Dafür sind in einem E/A-Modul 16 Schaltfunktionen enthalten, die nach folgender Logik arbeiten:
Wenn der Wert eines analogen Eingangs einen vorgegebenen Vergleichswert über- beziehungsweise unterschreitet, wird der gewählte binäre Ausgang entsprechend der Vorgabe gesetzt oder zurückgesetzt.

 

3.6 Einbaurichtlinien
Zum Schutz gegen äußere Einflüsse sollen die E/A-Module in geerdeten und geschlossenen Metallgehäusen installiert werden.
Die Module sollen aber nicht zusammen mit Relais oder anderen Kontaktgebern, welche Induktive Lasten schalten (z.B. Schütze oder Magnetventile), in einem Gehäuse untergebracht werden. Das gilt auch für andere Geräte mit starker Störstrahlung, wie z.B. Frequenzumformer.

Für Geräte mit 230 Volt Netzanschluß:
Die E/A-Module dürfen nicht geöffnet werden. Bei Gehäusebruch sind sie unverzüglich vom Stromnetz zu trennen.
Der 230 Volt Netzanschluß darf nur durch einen Fachmann vorgenommen werden.
Bei Nichtbeachtung der Anschlußvorschrift, z.B. bei Vertauschen der Anschlußklemmen, kann das Gerät beschädigt werden.
Werkzeuge dürfen an Geräten nur benutzt werden, wenn sichergestelklt ist, daß die Geräte von der Versorgungsspannung getrennt sind.
Spannungsführende Kabel oder Leitungen müssen stets auf Isolationsfehler oder Bruchstellen untersucht werden. Bei einem Fehler sind sie unverzüglich von der Versorgungsspannung zu trennen.

Im übrigen unterliegt die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften aller Art (VDE, TÜV usw) dem Anwender.

 

3.7 Technische Daten

Für alle Module:

Betriebstemperaturbereich: 0...+50 °C (+32...+122 °F)
Lagertemperaturbereich: -20...+70 °C (-4...+158 °F)
Schutzgrad: IP20 (Klemmen), IP40 (Gehäuse)
Installation: DIN-Schiene, Schraubklemmen
Gehäusemaße: H 75 x B 100 x T 120 mm
Farbton: Lichtgrau, ähnlich RAL 7035

Module für 230 Volt Netzanschluß:

Spannungsversorgung: 230 VAC +/-10%, 50-60 Hz
Leistungsaufnahme: < 3 VA

Module für 24 VDC Speisespannung:

Spannungsversorgung: 24 VDC +/-10%
Leistungsaufnahme: < 3 W

Module mit RS232-Schnittstelle:

Serielle Schnittstelle nach RS232C-Norm, modifiziert in der Art, daß bis zu 8 E/A-Module parallel an einer RS232-Schnittstelle eines PCs betrieben werden können.
Die Schnittstelle ist von der Modulelektronik galvanisch getrennt.

Module mit RS485-Schnittstelle:

Serielle Schnittstelle nach RS485-Norm, halbduplex, galvanisch von der Modulelektronik getrennt.

Binäre Eingänge für 24 VDC Schaltsignale:

Eingangsspannung: max. 32 VDC
Eingangswiderstand: ca. 2 kOhm
Eingangsschwellwert: ca. 14 V

Binäre Ausgänge:

Art des Ausgangs: Transistor, plusschaltend, mit Freilaufdiode, von der Modulelektronik galvanisch getrennt
Schaltspannung: max. 30 VDC
Schaltstrom: max. 150 mA

Für alle Module:

Auflösung: 12 Bit, d.h. Auflösung in 4096 Schritte
Nichtlinearität: < 0,1%
Aufwärmzeit: 10 min.
Temperaturdrift / Verstärkung: max. 150 ppm / °C
Temperaturdrift / Nullpunkt: max. 150 ppm / °C

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