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VIS -
Module
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Serielle
Schnittstelle
2.1 Modulares,
vernetzbares Meßsystem für den Laborbereich mit modifizierter
RS232-Schnittstelle
2.2 Modulares,
vernetzbares Prozeß-E/A-System mit RS485-Systembus (Feldbus)
2.3 RS232-Schnittstelle (modifiziert)
2.4 RS485-Schnittstelle (Feldbus)
2.5 Steckerbelegung
2.6 Konverter RS232/RS485
3. E/A -
Module
3.1 Allgemeines
3.2 Anschluß von Sensoren und Aktoren
3.2.1 Binäre Ein- und Ausgänge
3.2.2 Sensoranschluß an Analogeingänge 'single
ended', massebezogen
3.2.3 Sensoranschluß an Analogeingänge mit
Differenzeingang
3.3 Datenaustausch über die serielle
Schnittstelle
3.3.1 Aufbau der Telegramme (Rechner --->
E/A-Modul)
3.3.2 Aufbau
der Antwort-Telegramme (E/A-Modul ---> Rechner)
3.3.3 Prüfsumme
3.3.4 Übersicht der Telegramme
3.4 Ansprechüberwachung
3.5 Schaltfunktionen
3.6 Einbaurichtlinien
3.7 Technische Daten
1.
Einführung
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2.
Serielle Schnittstelle
2.1
Modulares, vernetzbares Meßsystem für den Laborbereich mit
modifizierter RS232-Schnittstelle

3-Draht-Busleitung
mit Signalleitungen für TxD, RxD und Signal-GND.
Die E/A-Module haben modifizierte RS232-Schnittstellen. Damit ist
ein Betrieb von maximal 8 Modulen parallel am RS232-Port eines PC
möglich.
Es besteht keine Potentialtrennung zwischen E/A-Modulen
und Systembus oder PC. Soll eine Potentialtrennung erfolgen, so
wählen Sie bitte das System mit dem RS485-Systembus.
2.2
Modulares, vernetzbares Prozeß-E/A-System mit RS485-Systembus
(Feldbus)

Abgeschirmte
2-Draht-Busleitung für eine maximale Distanz von 1000 Metern.
Die E/A-Module sind gegenüber dem Systembus galvanisch getrennt.
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2.3
Anschlußschema für die modifizierte RS232-Schnittstelle
Die E/A-Module haben modifizierte RS232-Schnittstellen.
Damit ist ein Betrieb von maximal 8 Modulen parallel am
RS232-Port eines PCs möglich.
Die Schnittstellen werden direkt am COM-Port (z.B. COM1) eines
Rechners angeschlossen.

2.4
Anschlußschema für die RS485-Schnittstelle (Feldbus)
Maximal können 31 E/A-Module mit einer abgeschirmten,
verdrillten Zweidrahtleitung am Konverter betrieben werden.
Am letzten Modul muß die Leitung mit einem Widerstand von 120
Ohm abgeschlossen werden.

2.5
Steckerbelegung
Rechnerseitig sind die Signale RTS und CTS zu verbinden.
Bei IBM-kompatiblen PCs sind die Signale auf 25-polige oder
9-polige Steckverbinder geführt.
Die Pin-Nummern für die Signale sind bei den unterschiedlichen
Steckverbindern verschieden.
| Steckerbelegung
am PC: |
25-polig |
9-polig |
| |
SGND
TxD
RxD
CTS
RTS
DTR |
7
2
3
4
5
20 |
|
SGND
TxD
RxD
CTS
RTS
DTR |
5
3
2
8
7
4 |
|
2.6
Konverter RS232/RS485
Er wandelt die RS232-Schnittstellensignale des PCs in
RS485-Feldbussignale.
Die Datenrichtung muß im PC softwaremäßig über das
RS232-Signal DTR geschaltet werden.
Computer und Konverter sollen an einer gemeinsamen
Spannungsversorgung angeschlossen sein.
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3.
E/A-Module
3.1
Allgemeines
3.2
Anschluß von Sensoren und Aktoren
 |
Digitale
Eingänge
Sie dienen der Aufnahme binärer Signale.
Dieses können Kontaktsignale oder elektronische Signale
sein.Eingangsspannung
max. 30 VDC
Eingangsschwellwert ca. +14 V
Eingangswiderstand ca. 2,1 kOhm
Digitale Ausgänge
Über diese erfolgt das Ein- und Ausschalten der
angeschlossenen Geräte, z.B. Relais, Magnetventile,
Meldeleuchten usw.
Bei Aktivierung eines
Ausgangs wird die an den COM+ Klemmen anliegende
Gleichspannung auf den angeschlossenen Verbraucher
durchgeschaltet. Die Ausgänge sind plus-schaltend,
kurzschlußfest und von der internen Elektronik
galvanisch getrennt.
Schaltspannung max. 30 VDC
Ausgangsstrom max. 150 mA
|
3.2.1
Sensoranschluß an Analogeingänge 'single ended', massebezogen
3.2.2
Sensoranschluß an Analogeingänge mit Differenzeingang
| Anschluß von
Meßwertumformern oder Sensoren mit potentialfreiem
Strom- oder Spannungsausgang, z.B. Thermoelemente |
 |
| Anschluß
potentialgebundener Sensoren mit schwebendem
Ausgangspotential, z.B. Widerstandsmeßbrücken von
Wägezellen usw. |
 |
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3.3
Datenaustauch über die serielle Schnittstelle
Die Übergabe von Daten zwischen einem PC und den
E/A-Modulen erfolgt über die serielle Schnittstelle durch
Austausch kurzer Telegramme, bestehend aus ASCII-Zeichenfolgen.
Der Rechner übernimmt die Kontrolle über den Datenverkehr,
indem er ein Telegramm an ein E/A-Modul absetzt und danach die
Antwort empfängt.
3.3.1
Aufbau der Telegramme (Rechner ---> E/A-Modul)
S0301xxx...CCP
1. Startzeichen: großes
"S"
2. Aufgabenkennung: An dieser
Nummer erkennt das E/A-Modul was es tun soll, z.B.
"03".
3. Modulkennung: Bestehend
aus einer zweistelligen Nummer, z.B. "01".
4. Daten: Die der
Aufgabenkennung entsprechend erforderlichen Daten.
5. Prüfsumme: Zweistellig, hexadezimal
6. Endezeichen: großes
"P"
Beispiel:
Telegramm: "S050100000010ccP"
Hiermit wird demm E/A-Modul Nr. 01 mitgeteilt, daß der digitale
Ausgang Nr. 6 eingeschaltet werden soll. Die restlichen digitalen
Ausgänge werden ausgeschaltet.
3.3.2
Aufbau der Antwort-Telegramme (E/A-Modul ---> Rechner)
s01xxx...CCp
1. Startzeichen: kleines
"S"
2. Modulkennung: Bestehend
aus einer zweistelligen Nummer, z.B. "01".
3. Daten: Die Antwort-Daten
4. Prüfsumme: Zweistellig, hexadezimal
5. Endezeichen: kleines
"P"
Beispiel:
Anwort-Telegramm: "s0100000010CCp"
Das antwortende Modul Nr. 01 teilt dem Rechner hier mit, daß der
digitale Ausgang Nr. 6 eingeschaltet ist. Alle anderen digitalen
Ausgänge sing ausgeschaltet.
3.3.3
Prüfsumme
Die Prüfsumme ist das niederwertige Byte der Summe
aller Datenbytes zwischen dem Startzeichen ("S" bzw.
"s") und den Prüfsummenbytes. Startzeichen und
Prüfsummenbytes werden in die Berechnung nicht mit einbezogen.
Die Darstellung des hexadezimalen Prüfsummenwertes erfolgt durch
zwei ASCII-Zeichen ("00" bis "FF") vor dem
Endezeichen ("P" bzw. "p").
Ein E/A-Modul kann mit oder ohne Überwachung der Prüfsumme
betrieben werden. Bei deaktivierter Überwachung reagiert das
Modul auch, wenn die Prüfsumme falsch ist oder fehlt. Das
E/A-Modul gibt in jedem Fall eine Prüfsumme in seiner Antwort
zurück.
Die Aktivierung
der Prüfsummenüberwachung erfolgt mit dem Telegramm:
"S07nn6080ccP" (nn = Modulkennung; cc = Prüfsumme).
Für ein Modul mit der Nummer 01 lautet dieses Telegramm dann:
"S0701608096P"
Die Deaktivierung
der Prüfsummenüberwachung erfolgt mit dem Telegramm:
"S07nr6000ccP" (nn = Modulkennung; cc = Prüfsumme).
Für ein Modul mit der Nummer 01 lautet dieses Telegramm dann:
"S070160008EP"
3.3.4
Übersicht der Telegramme
Aufgabenkennung
|
Beschreibung
(nn = Modulkennung; cc = Prüfsumme; dd = Daten; aa =
Offsetadresse)
|
| 01 |
Auslesen
aller Eingangswerte eines Moduls (digital und analog)
Telegramm: "S01nnccP"
Antwort: "snndd...ddccp"
Die Daten sind im Hexadezimalformat. |
| 02 |
Auslesen
analoger Eingangswerte
Telegramm: "S02nnccP"
Antwort: "snn,dddd,...,ddddccp"
Die Daten sind im Dezimalformat, getrennt durch
Kommata. |
| 03 |
Auslesen
digitaler Eingangswerte
Telegramm: "S03nnccP"
Antwort: "snnddddddddccp"
oder "snrddddddddddddddddccp"
(Modul mit 16 binären Eingängen) |
| 04 |
Schreiben
eines Bytes in die digitalen Ausgänge
Die an das Modul übergebenen Daten dd werden
in der Antwort zurückgemeldet.
Telegramm: "S04nnddccp"
Antwort: "snnddccp" |
| 05 |
Schreiben
von 8 Bits als "0" oder "1" in die
digitalen Ausgänge
Die Schaltzustände der digitalen Ausgänge werden als
"0" oder "1" in den Antwort-Daten
zurückgegeben.
Telegramm: "S05nnddddddddccP"
Antwort: "snnddddddddccp" |
| 06 |
Kombination
von Schreiben und Lesen der Ein- und Ausgangswerte
Mit der Übertragung von Ausgangswerten in ein E/A-Modul
werden gleichzeitig die Daten der Eingangskanäle
angefordert.
Ein Telegramm an ein E/A-Modul kann die Daten für
maximal 4 analoge Ausgangskanäle enthalten. Die Antwort
des E/A-Moduls enthält die Daten aller binären und
analogen Eingangskanäle wie bei der Verwendung der
Aufgabenkennung "01".
Alle daten werden als Hexadezimalwerte ausgetauscht.
Telegramm: "
Telegramm: "S06nnaadddd...ddddccP"
|
3.4
Ansprechüberwachung
Die Ansprechüberwachung kontrolliert, ob das E/A-Modul
in regelmäßigen Zeitabständen vom zentralen Rechner
angesprochen wird. Wird eine voreingestellte Zeit überschritten,
werden die binären Ausgänge abgeschaltet.
Die Deaktivierung
der Ansprechüberwachung erfolgt mit dem Telegramm:
| "S07nn1E0000ccP" |
(nn =
Modulkennung; cc = Prüfsumme) |
Beispiel:
Für ein Modul mit der Nummer 01 lautet dieses Telegramm:
"S07011E0000FEP"
Die Einstellung
und Aktivierung der Überwachungszeit erfolgt mit dem
Telegramm:
| "S07nn1EzzzzccP" |
(nn =
Modulkennung; zzzz = Überwachungszeit
in 1/10 Sekunden hexadezimal; cc = Prüfsumme) |
Beispiel:
Für ein Modul mit der Nummer 01 und einer Überwachungszeit von
10 Sekunden lautet dieses Telegramm: "S07011E006408P"
Der Teilstring "0064" in diesem Telegramm stellt eine
Überwachungszeit von 10 Sekunden ein.
0064 hexadezimal = 0100 dezimal, das ergibt mit dem
festeingestellten 0,1-Sekunden-Takt die Überwachungszeit von 10
Sekunden.
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3.5
Schaltfunktionen
Von einem E/A-Modul mit analogen Eingängen und binären
Ausgängen können eigenständig (stand alone) meßwertabhängige
Schaltfunktionen ausgeführt werden.
Die Schaltfunktionen können zum Aufbau von 2-Punkt-Reglern oder
zur Realisierung von Alarmfunktionen genutzt werden.
Dafür sind in einem E/A-Modul 16 Schaltfunktionen enthalten, die
nach folgender Logik arbeiten:
Wenn der Wert eines analogen Eingangs einen vorgegebenen
Vergleichswert über- beziehungsweise unterschreitet, wird der
gewählte binäre Ausgang entsprechend der Vorgabe gesetzt oder
zurückgesetzt.
3.6
Einbaurichtlinien
Zum Schutz gegen äußere Einflüsse sollen die
E/A-Module in geerdeten und geschlossenen Metallgehäusen
installiert werden.
Die Module sollen aber nicht zusammen mit Relais oder anderen
Kontaktgebern, welche Induktive Lasten schalten (z.B. Schütze
oder Magnetventile), in einem Gehäuse untergebracht werden. Das
gilt auch für andere Geräte mit starker Störstrahlung, wie
z.B. Frequenzumformer.
Für Geräte mit 230
Volt Netzanschluß:
Die E/A-Module dürfen nicht geöffnet werden. Bei Gehäusebruch
sind sie unverzüglich vom Stromnetz zu trennen.
Der 230 Volt Netzanschluß darf nur durch einen Fachmann
vorgenommen werden.
Bei Nichtbeachtung der Anschlußvorschrift, z.B. bei Vertauschen
der Anschlußklemmen, kann das Gerät beschädigt werden.
Werkzeuge dürfen an Geräten nur benutzt werden, wenn
sichergestelklt ist, daß die Geräte von der Versorgungsspannung
getrennt sind.
Spannungsführende Kabel oder Leitungen müssen stets auf
Isolationsfehler oder Bruchstellen untersucht werden. Bei einem
Fehler sind sie unverzüglich von der Versorgungsspannung zu
trennen.
Im übrigen
unterliegt die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften aller Art
(VDE, TÜV usw) dem Anwender.
3.7
Technische Daten
Für alle Module:
| Betriebstemperaturbereich: |
0...+50
°C (+32...+122 °F) |
| Lagertemperaturbereich: |
-20...+70
°C (-4...+158 °F) |
| Schutzgrad: |
IP20
(Klemmen), IP40 (Gehäuse) |
| Installation: |
DIN-Schiene,
Schraubklemmen |
| Gehäusemaße: |
H
75 x B 100 x T 120 mm |
| Farbton: |
Lichtgrau,
ähnlich RAL 7035 |
Module für 230
Volt Netzanschluß:
| Spannungsversorgung: |
230
VAC +/-10%, 50-60 Hz |
| Leistungsaufnahme: |
<
3 VA |
Module für 24 VDC
Speisespannung:
| Spannungsversorgung: |
24
VDC +/-10% |
| Leistungsaufnahme: |
<
3 W |
Module mit
RS232-Schnittstelle:
Serielle Schnittstelle
nach RS232C-Norm, modifiziert in der Art, daß bis zu 8
E/A-Module parallel an einer RS232-Schnittstelle eines
PCs betrieben werden können.
Die Schnittstelle ist von der Modulelektronik galvanisch
getrennt. |
Module mit
RS485-Schnittstelle:
| Serielle Schnittstelle
nach RS485-Norm, halbduplex, galvanisch von der
Modulelektronik getrennt. |
Binäre Eingänge
für 24 VDC Schaltsignale:
| Eingangsspannung: |
max.
32 VDC |
| Eingangswiderstand: |
ca.
2 kOhm |
| Eingangsschwellwert: |
ca.
14 V |
Binäre Ausgänge:
| Art
des Ausgangs: |
Transistor,
plusschaltend, mit Freilaufdiode, von der Modulelektronik
galvanisch getrennt |
| Schaltspannung: |
max.
30 VDC |
| Schaltstrom: |
max.
150 mA |
Für alle Module:
| Auflösung: |
12
Bit, d.h. Auflösung in 4096 Schritte |
| Nichtlinearität: |
<
0,1% |
| Aufwärmzeit: |
10
min. |
| Temperaturdrift
/ Verstärkung: |
max.
150 ppm / °C |
| Temperaturdrift
/ Nullpunkt: |
max.
150 ppm / °C |
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